Dokumentarfilmvorführung „DAS GEWICHT DER WELT“ mit dem REGISSEUR FLORIAN HEINZEN-ZIOB in Kooperation mit dem Butzbacher Kino CAPITOL

23.Sep. 2026 19:00

Mit dieser Vorführung sind wir auch in diesem Jahr wieder Teil der Hessischen Dokumentarfilmtage LETsDOK.

Hier die Pressemitteilung von Michael Krause:

Von der Erkenntnis zum Handeln:

Doku „Das Gewicht der Welt“ am 23.9. im Capitol Butzbach
Podiumsgespräch mit Regisseur Florian Heinzen-Ziob im Anschluss an die Vorstellung
BUTZBACH (pm). Was geschieht, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Folgen des
Klimawandels nicht nur erforschen, sondern mit bedrohlichen Erkenntnissen auch persönlich
umgehen müssen? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm „Das Gewicht der Welt“ von Florian
Heinzen-Ziob nach. Am Mittwoch, 23. September ist der Film um 19.00 Uhr im Capitol des
Butzbacher Filmtheaters zu sehen. Zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Hessischen
Dokumentarfilmtage LETsDOK laden die gemeinnützige Butzbacher Stiftung Kultur und
politisches Bewusstsein und das Butzbacher Filmtheater ein. Nach der Vorstellung kommt
Regisseur Florian Heinzen-Ziob mit dem Publikum ins Gespräch und gibt Einblicke in die
Entstehung des Films, in die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft in Zeiten der Klimakrise
sowie in seine Begegnungen mit den Protagonisten. Lothar Jung, Geschäftsführer der Stiftung,
freut sich auf den Filmabend und die anschließende Diskussion: „‚Das Gewicht der Welt‘ macht
eindrucksvoll sichtbar, was es für Menschen bedeutet, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse
nicht abstrakt bleiben, sondern zur Frage des eigenen Handelns werden. Gerade weil die Fakten
zur Klimakrise auf dem Tisch liegen, müssen wir darüber sprechen, welche Verantwortung sich
daraus für Wissenschaft, Politik und jeden Einzelnen ergibt. Den Film wollen wir deshalb im Sinne
unserer gemeinsamen Reihe ‚Film und Gespräch‘ nicht nur auf der großen Leinwand des Capitols
zeigen, sondern mit dem Regisseur und dem Publikum ins Gespräch bringen. Und darüber
sprechen, wie aus Wissen gesellschaftliches Handeln wird.“ Mit der Veranstaltung im Rahmen der
Hessischen Dokumentarfilmtage wird das Kino zum Ort der Begegnung und der öffentlichen
Debatte – ein Anspruch, den auch die Reihe „Film und Gespräch“ von Stiftung und Butzbacher
Filmtheater verfolgt.
Zwischen Forschung, Verantwortung und persönlicher Belastung
Im Mittelpunkt von „Das Gewicht der Welt“ stehen drei Naturwissenschaftlerinnen und
Naturwissenschaftler: Die Glaziologin Maria Hörhold untersucht am Alfred-Wegener-Institut
jahrtausendealtes Eis. Der Mainzer Professor für Physikalische Chemie Sebastian Seiffert forscht
und lehrt über Polymere. Die Molekularbiologin Nana-Maria Grüning arbeitet in Berlin und
engagiert sich bei Scientist Rebellion. Alle drei erleben, wie die Klimakrise ihre Arbeit
überschattet – und wie wissenschaftliche Erkenntnisse in Politik und Gesellschaft auf
Verdrängung, Gleichgültigkeit oder offenen Widerstand stoßen. Filmemacher Florian Heinzen-
Ziob begleitet die drei auf unterschiedlichen Wegen aus dem Labor in die Öffentlichkeit:
Sebastian Seiffert sucht auf Podien und öffentlichen Plätzen das Gespräch mit Bürgerinnen und
Bürgern. Maria Hörhold engagiert sich politisch; Nana-Maria Grüning beteiligt sich mit anderen
Forschenden an Aktionen des zivilen Ungehorsams. Dabei interessiert sich der Film nicht allein für
ihre Argumente, sondern ebenso für Zweifel, Erschöpfung, Anfeindungen und die schwierige
Frage, wie sich wissenschaftliche Sachlichkeit, persönliche Gefühle und gesellschaftliche
Verantwortung miteinander vereinbaren lassen. „Das Gewicht der Welt“ ist weit mehr als eine
weitere Bestandsaufnahme der Klimakrise. Dem Film gelingt es, abstrakte Modelle, Messwerte
und Zukunftsszenarien in drei sehr persönliche, nahbare Geschichten zu übersetzen. Mit ruhiger
Beobachtung und eindrucksvollen Kinobildern zeigt er Menschen, die um die richtige Haltung
ringen.
Regisseur stellt sich den Fragen des Publikums
Florian Heinzen-Ziob arbeitet als Regisseur und Produzent. Er studierte Medienkunst und
Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. Zu seinen früheren Arbeiten gehören unter
anderem „Dancing Pina“, „Klasse Deutsch“ und „Original Copy“. Nach der Vorführung im Capitol
spricht er, interviewt von Michael Krause, auf dem Podium über die Entstehung seiner über einen
längeren Zeitraum gedrehten Dokumentation. Auch für Fragen aus dem Publikum wird es an
diesem Abend Raum geben. Tickets für die Veranstaltung am Mittwoch, 23. September um 19.00
Uhr gibt es unter www.kino-butzbach.de und an der Kinokasse während der Vorstellungszeiten.

Florian Heinzen-Ziob

 

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