RUPRECHT POLENZ, Mitbegründer der Initiative CompassMitte in der CDU, und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. WOLFGANG SCHRÖDER sprechen zum Thema „DIE PRAXIS DER BRANDMAUER IN DER WEHRHAFTEN DEMOKRATIE“
Vorträge und Debatten
9.März 2026 19:00
Sechs Tage vor der Kommunalwahl in Hessen begrüßen wir zwei Gäste mit Gewicht und Stimme in der öffentlichen bundesdeutschen Debatte, um aus der praktisch-politischen und der politikwissenschaftlichen Perspektive das brandaktuelle Thema der Abgrenzung zum Rechtsextremismus zu beleuchten: Ruprecht Polenzund Wolfgang Schröder.
Wie geht es weiter mit der wehrhaften Demokratie? Welche Rolle spielt dabei die Brandmauer? In der Veranstaltung geht es um Aktivitäten, die auch unterhalb der vom Grundgesetz bereitgestellten Möglichkeiten dazu beitragen können, dass extreme Kräfte von der Übernahme politischer Verantwortung fern gehalten werden. Dabei kommt der Brandmauer eine wichtige Rolle zu, die zugleich in der politischen Debatte umstritten ist. Was wissen wir über die Praxis der Brandmauer, was ist deren Ziel, was kann sie leisten und was womöglich nicht?
Ruprecht Polenz aus Münster war von 1994 bis 2013 Bundestagsabgeordneter, im Jahr 2000 Generalsekretär der Bundes-CDU, also im ersten Jahr von Angela Merkel als Parteivorsitzende, und von 2005 bis 2013 Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags. Nicht zuletzt als „Influencer“ über die sozialen Medien setzt er sich seitdem bis heute für eine liberale, soziale und christliche Orientierung seiner Partei ein, zuletzt als Mitbegründer der Initiative „CompassMitte“ innerhalb der CDU. Die Herausforderungen durch den Klimawandel sind ihm ebenso ein Anliegen wie der Eintritt für die Freiheit der Ukraine und besonders die Abgrenzung der CDU von den Rechtspopulisten und -extremisten.
Wolfgang Schröder studierte Politikwissenschaft u.a. in Marburg und Frankfurt und promovierte 1991 in Gießen. An der Uni Frankfurt arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und wurde dort im Jahr 2000 habilitiert. Er war Privatdozent und zudem langjährig tätig für die IGMetall Frankfurt. Nach einer Vertretungsprofessur in Darmstadt und einer Fellowship in Harvard/Boston ist er seit 2006 Lehrstuhlinhaber in Kassel und heute außerdem Vorsitzender des Think Tanks „Das Progressive Zentrum“ in Berlin. Zwischenzeitlich, von 2009 bis 2014, war er Staatssekretär im Arbeits- und Sozialministerium des Landes Brandenburg und bis 2024 Mitglied der Grundwertekomission der SPD.
Prof. Dr. Wolfgang Schröder
(Foto: David Ausserhofer)